Rezension - "Das Licht der letzten Tage" von Emily St. John Mandel

Das Licht der letzten Tage
Piper Verlag
Emily St. John Mandel
403 Seiten
Taschenbuch: 10,00 €
e-Book: 8,99 €
Einzelband

Inhalt:
Hoffnungsvoll düster, schrecklich zart und tragisch schön
Ein Wimpernschlag, und die Welt ging unter. Eine Pandemie hat fast die gesamte Menschheit dahingerafft, doch selbst zwanzig Jahre danach, geben die Überlebenden nicht auf. Obwohl Tod und Verfall ihre ständigen Begleiter sind, haben sie nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war. Sie erinnern sich an all das, was einst so selbstverständlich war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass es für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg durch eine leere Welt werden sie von unerschütterlicher Hoffnung geleitet, denn sie wissen: Selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit.
 
Meine Meinung:
Von einem auf den anderen Tag hat eine Pandemie, die anfangs "Die Georgische Grippe" genannt wurde, hunderte von Menschen getötet. Allein durch kurzen Kontakt mit den Mitmenschen wird die Krankheit übertragen. Zwanzig Jahre nach der Pandemie ist fast die gesamte Menschheit ausgerottet, doch es gibt überlebende. Unter anderem Kirsten, die zu jener Zeit noch ein Kind war, aber die Krankheit überlebt hat. Sie reist mit der fahrenden Symphonie durch die Länder der USA, um Theaterstücke und Musicals aufzuführen, um anderen Überlebenden eine Freude zu bereiten.
Was mir gut an dem Buch gefallen hat, waren die Zeitsprünge vor bzw. während der Pandemie und dann nach der Pandemie. Dadurch, dass es um verschiedene Personen ging, hat man auch erfahren wie die jeweiligen Personen mit ihrem Schicksal umgegangen sind. Ich habe zwar etwas gebraucht, bis ich den Aufbau des Buches verstanden habe und bis ich in die Geschichte reingekommen bin. Doch als ich dann einmal drin war, hat es richtig Spaß gemacht das Buch zu lesen und gegen Ende hat alles, was vorher keinen Sinn ergeben hat, endlich einen Sinn gemacht.
Jeevan, dessen Geschichte während der Pandemie erzählt wurde, wurde von einem Freund, der im Krankenhaus arbeitet, vor der Pandemie gewarnt. Entweder sollte er die Stadt verlassen oder sich mit Vorräten in seiner Wohnung verschanzen. Zusammen mit seinem Bruder Frank hat er sich in dessen Wohnung verbarikadiert und die Auswirkungen der Krankheit per Nachrichten verfolgt.
Kirstens Geschichte spielt in der Zeit nach der Pandemie. Sie gehört zu der fahrenden Symphonie, die von Stadt zu Stadt reist, um die Menschen, die überlebt haben, zu unterhalten. In einer Stadt trifft sie dann mit der Symphonie auf den Propheten, der die Pandemie als Reinigung der Erde und als Gottes Willen sieht. Nachdem sie und ihr Freund dann von der fahrenden Symphonie getrennt wurde, suchen sie einen Flughafen, der zu einem neuen Zufluchtsort für die Überlebenden geworden ist.
Dann gibt es noch Arthur, der zur Zeit vor der Pandemie ein berühmter Schauspieler war. Er starb einen Tag vor dem großen Ausbruch der Krankheit an einem Herzinfarkt auf der Bühne. Man erfährt über ihn, wie er zur Schauspielerei gekommen ist, sein Weg zur Berühmtheit und seine Geschichte mit seinen drei Ehefrauen. Außerdem erfährt man was mit seinen Ehefrauen geschehen ist.
Clarks Geschichte wird während und nach der Pandemie erzählt. Er ist der Anführer bzw. der Gründer der Unterkunft im Flughafen. Jeder der dorthin kommt, bringt ihm ein Geschenk mit.
Emily St. John Mandels Schreibstil war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, doch man hat sich mit der Zeit daran gewöhnt und die Idee der Geschichte war wirklich gut. Es war mal etwas anderes und eine gute Abwechslung. Außerdem hat man immer die Hoffnung der Charaktere, dass es doch noch mehr Überlebende gibt und dass man die Welt wieder aufbauen kann, gespürt.
 
Bewertung:
3,5 von 5 Sternen, da ich das Buch zwar gut fand, es mich jedoch nicht fesseln konnte.

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